in Kooperation mit dem benachbarten ArTik-Tonstudio
nicht mehr benachbart, da wir aus dem ArTik raus sind. Wo das Tonstudio unterkommt, ist derzeit ungewiss
Wir haben einen gebrauchten professionellen (NP>2000€) Auto-Mixer Clearone XAP-400 günstig erworben und möbeln den wieder auf.
Das Gerät soll dafür eingesetzt werden, bei Veranstaltungs-Aufzeichnungen mit mehreren Mikrofonen regelbasiert oder manuell gesteuert verschiedene Presets zu fahren (Redner-only, Redner+Audioplayer, Diskussion im Saal). Bei schlauer Programmierung der Presets kann das Gerät von jedem bedient werden (zB. 3 Buttons und ein Volume), d.h. die Signalqualität ist reproduzierbar hoch mit gutem Pegel und wenig Störgeräuschen, ohne das jemand mit ausgeprägten Tontechnik-Skills dabei sein muss. Ziel des „Automated Audio-Angel“ Ansatzes ist es, auf den Chaos-nahen, aber für unsere Zwecke zu teuren Postprocessing-Dienst Auphonic verzichten zu können ohne hörbare Abstriche an der Audioqualität.
Das Projekt ist Teil unseres Gesamtkonzepts zur Video-Produktion
RS232:
Es gibt nur eine Windows(XP-)software als Programmiers-GUI.
Diese schickt aber nur Kommandos über RS232 an das Gerät
.
In Konferenzräumen kommen die Kommandos meist von Mediensteuersystemen (Crestron, AMX)
Zumindest die Umschaltung vorher programmierter Presets wäre schnell zu machen.
GPIO:
Einige Sensoren-Aktoren, erlauben es, Programmfunktionen mit GPIO zu triggern bzw Zustände zu signalisieren.
Hat die in der Audiotechnik übliche A/D <myJob> D/A Architektur. Leider kein standardisiertes digitales Audio Signal (wie zB AES-EBU) abgreifbar. Es gibt aber einen undokumentierten seriellen Digitalbus zur Vernetzung mehrerer Geräte gleichen Typs. So kommt hinten halt wieder analoges Audio raus, das man mit einem geeigneten AV-Grabber in HDMI oder SDI embedden muss.
Die langfristige Verfügbarkeit ist nicht gesichert. Irgendwann muss die Entscheidung getroffen werden, ob wir Restbestände aufkaufen und wie das zu finanzieren ist.
Viele Erfas, die sich mit dem Aufzeichnen von Vorträgen etc. versuchen, dürften als erstes über die hohen Anforderungen an das Audiosignal stolpern, was je nach Raumakustik eine erhebliche Challenge sein kann. Oft kann man sich nur minimale Audio-Hardware leisten oder hat leihweise Gerätschaften zur Verfügung, die auf Bedienung mit Tontechnik-Skills hin entwickelt ist. Unser Ansatz kann eine konstant hohe Qualität bei einfacher Bedienung liefern, indem man die Tontechnik-Skills in die Programmierung steckt und danach nur noch abruft.
Eine Ansteuerung des Audio-Signalprozessors durch Software-Videomischer wie Voctomix könnte später optional Sinn machen.
Entscheidend für eine Weiterverwertung durch andere Erfas ist, dass wir das Projekt abschließen, solange die Hardware noch gut zu kriegen ist. Die XAP-Serie war bisher (2014-2015) gut gebraucht (in unserem Fall per US-Ebay) zu kriegen, da das Modell beim Hersteller EOL/EOS ist, die XP-GUI längst nicht mehr tragbar ist, und da der Hersteller allen registrierten Kunden die Folgegeneration günstig anbietet, ohne die alte Hardware einzufordern.
Das Gerät wurde entwickelt für den Einsatz in High-end Videokonferenzräumen. Es hat für dieses Einsatzgebiet einige ansonsten selten anzutreffende Baugruppen wie z.B. kanalweise Akustik-Echo-Unterdrückung und rückwirkungsfreie Anbindung eines analog-Telefons. Dies wäre zB interessant, um externe Gäste zuzuschalten (Hörertelefon, remote talks) oder mehrere Hackspaces miteinander zu verbinden. Dies könnte für „Congress Everywhere“ neue Optionen schaffen, was für uns derzeit niedrige Priorität hat, aber möglicherweise für die Chaosfamilie ein wertvoller Beitrag sein kann.